Montag, 7. November 2016

Rudel-Koreaner, Regen, Reifenpanne

Es hat heute nacht geregnet. Erstmal nicht so schlimm. Dann ist es morgens zur Abfahrt zum Long Vien Golf Club mit Mr. Khams Hyundai Elantra (sein Angestellter fährt heute) zunächst trocken, dann fängt´s wieder an zu tröpfeln, das Ganze bei 28° und 100% Luftfeuchtigkeit. Die Luft steht, Kreislaufwetter. Was genauso steht, sind wir, nämlich hinter 2 koreanischen Viererflights, die aber sowas von nicht aus´m Quark kommen. An sich sehr schade, denn der Platz ist vom Allerfeinsten, eine 5 Jahre alte 27-Loch-Premium-Anlage, fest in vietnamesischer Hand. Pompöööses Clubhaus, mindestens 200-300 Häuser sollen mal rund um die Fairways stehen, aber da ist noch kein Stein auf den anderen gelegt. Das Greenfee ist mit ca. 35 € auch moderat, auch hier gibt´s erstaunlicherweise keine Cart-Pflicht. Man hätte sowieso nicht auf den Fairways fahren dürfen, viel zu nass...






Bis zur 8. Bahn bleibt´s trocken, dann regnet es für 20 Minuten, wir nehmen den Rest des Platzes in Angriff. Die Cart-fahrenden Koreaner waren derweil tapfer und haben im Regen weitergespielt. Gut für uns, denn ab der Neun ist alles frei. Loch 22 (unser 13. Loch) ist dann der Klopfer schlechthin. Ein Par 6, von Blau 701 Yards lang, also ca. 638 Meter. Der Damenabschlag hat auch noch umgerechnet 577 Meter. Unser längstes je gespieltes Loch. In Myanmar gab´s mal ein Par 5 mit 600 m. Über den Score hier reden wir nicht weiter, aber als Ausrede dient immer: Wasser! Wasser links, Wasser rechts, Wasser mittendrin, und manchmal eben auch von oben. Von den 27 Löchern ist nur eines ohne Wasserhindernis. Meist begleiten langgezogene Seen die Fairways links UND rechts. Trotzdem sind unsere beiden Ergebnisse knapp unter bzw. knapp über 90.



Im Locker Room wringen wir uns kurz aus, essen eine Kleinigkeit im Restaurant, dann geht´s um 14:30 Uhr im neuerlich einsetzenden Regen wieder zurück. Kaum sind wir vom Clubgelände auf die Hauptstraße abgebogen, macht der Wagen hinten eigenartige Geräusche. Plattfuß! Passend dazu setzt ein Gewitterregen ein, der selbst für tropische Regionen außergewöhnlich ist. Gemeinsam mit dem Fahrer wechseln wir den Reifen, selbst die Unterhose ist danach nicht mehr trocken. Aber geschafft!

Der Nachmittag wird zum Duschen und Klamotten trocknen genutzt, für Annette gibt´s noch eine Massage, ich lasse mich zwischendurch vom Hotelshuttle durch den höllischen Feierabendverkehr ins Zentrum bringen, wir haben Kuchenhunger. Kurz bei der Scandinavian Bakery abgesetzt, direkt wieder reingesprungen und zurück ins Hotel. Jetzt sind wir sauber, satt und platt.


Ach ja, und packen ist angesagt, morgen geht´s on the road zurück nach Thailand. Darüber später mehr.

Sonntag, 6. November 2016

SEA Games Vientiane

Heute mal ein spätes Frühstück, die Qualität war nicht schlecht, der Ausblick auf die größte Baustelle Laos´ allerdings unromantisch. Nebenan wird das WTC World Trade Center Vientiane gebaut. Wer Baukräne mag...

Pünktlich um 9:30 Uhr holt uns "Mr. Kham", unser Fahrer - heute mal mit einer Limousine koreanischer Bauart - ab und bringt uns in 35 Minuten zum SEA Games Golfclub. Vorher bestaunen wir allerdings die urbane Entwicklung der Haupstadt, die vor Jahrzehnten mal als verschlafenste Hauptstadt Asiens galt. Mittlerweile gibt´s hier zahlreiche Ampeln, vierspurige Hauptstraßen voller Autos und Motorrädern, neue Einkaufszentren, Hotelkomplexe, Hochhäuser. Damals sind wir mit dem Fahrrad durch die Gegend gezuckelt, gefährlich wurde es nur im Dunkeln wegen nicht vorhandener Straßenbeleuchtung, nun bei dem Verkehrsaufkommen kaum denkbar.


Zum Golfen: Der SEA Games Golfclub wurde vor ein paar Jahren anläßlich

der Südostasienspiele in Laos gebaut, darum auch der Name. 27 flache Löcher, gespickt mit reichlich Wasserhindernissen. Wir spielen heute B+C, ein anspruchsvoller, teilweise enger Kurs mit Ausgrenzen auf der einen Seite und besagten water hazards auf der anderen. Trotz des nicht 100%igen Pflegezustands hat´s heute Spaß gemacht, die beiden Caddies (beide weiblich heute) sind flott und aufmerksam, v.a. Dingen bei der Sache. So spielen wir beide heute Birdies, geniessen die Runde und sind auch bei 33° im Schatten, der nicht vorhanden war, gut unterwegs.

Was fällt uns heute golftechnisch auf, wenn wir´s mit Thailand vergleichen? Die Caddies schreiben keinen Score auf, das macht man hier selbst; alle Plätze in Vientiane haben scheinbar Flutlicht, so dass Nachtgolf überall machbar ist; Wochenendrunden sind schnell und flüssig spielbar, wir hatten gestern und heute keine Socke vor oder hinter uns (Zufall?). Der Tip für den Caddie ist hier viel höher, umgerechnet 11 € (Thailand ca. 7-8 €). Für das Gebotene sind die Greenfees zu hoch, genauso wie das Essen im Clubhaus teurer ist. Gottseidank ist Bier billiger...

Am frühen Abend geht´s mit dem Hotelshuttle noch mal nach Downtown, wir flanieren ein wenig durch die Straßen, das Viertel in Mekong-Nähe gehört eindeutig den Touris, vom Backpacker bis zum Higher-Budget-Reisenden trifft man sich hier. Wir bleiben im Khop Chai Deu Restaurant und Bar hängen, wieder bestätigt es sich: das Bier ist preiswert, das Essen glänzt durch leicht höhere Preise als in Thailand, dafür sind die Portionen kleiner. Der Lärmpegel durch die nahe Hauptstraße ist enorm, darum flüchten wir nach dem Mahl recht schnell und hangeln uns zu Fuß durch verkehrsbelebte Straßen zurück zum Hotel. Geschafft für heute!


Samstag, 5. November 2016

Good Morning Vientiane

Um 4:30 Uhr ist heute die Nacht beendet. Nescafé mit Lemoncake auf dem Zimmer, schnell die Reste zusammen packen, um 5:30 Uhr steht pünktlich der Van mit Fahrer vor der Tür, um uns zum Flughafen zu bringen, um 7:40 Uhr fliegen wir nochmals mit Lao Airlines in die Hauptstadt Vientiane. Die Fahrt in der Dunkelheit wird allerdings jäh von Annettes Aufschrei unterbrochen, sie habe die ... ??? (schreibe ich hier nicht) vergessen einzupacken. Weger dieser Nichtigkeit drehen wir um, unser Fahrer erträgt dies mit stoischer Ruhe und lädt uns und unser Gepäck immer noch rechtzeitig ab. Das Übergepäck wird heute teuer, wir einigen uns auf 30 US$ für 15 kg
zu viel. Ansonsten alles pünktlich, bereits um 8:15 Uhr landen wir in Vientiane, der eine Flughafen so provinziell wie der andere. Das provisorische Gepäckausgabeband ist das kürzeste, welches wir jemals gesehen haben, die dazugehörige Halle, naja, eher Kabuff, ist mit 10 Leuten fast schon voll. Es wird umgebaut. Nach Diskussionen bzgl. des Preises am Taxistand sind wir letztlich mit 66.000 Kip dabei, um 9:00 Uhr sind wir im Green Park Boutique Hotel etwas außerhalb des eigentlichen Zentrums angekommen, unser Zimmer erhalten wir um 10:00 Uhr. Zwischenzeitlich organisieren wir über die Rezeption Taxi und Startzeit für den ca. 25 Minuten entfernten Lao Country Club und ich hole im Kroosladen gegenüber Dinge des täglichen Bedarfs: Bier, Zigaretten, Wasser.

Noch vor Mittag geht´s los, das Taxi ist wieder ein Van und wird direkt für die nächsten beiden Tage geblockt, da der Fahrer ganz patent ist und sogar ein wenig Englisch spricht. Greenfee heute 500.000 Kip incl. Caddy, endlich können wir mal wieder laufen, denn der Lao CC ist ein Cart-freier Platz - wie schön. Vom Layout und v.a. von der Platzpflege gibt´s eine glatte 2. Annettes männlicher Jung-Caddy ist mit einer 5- eher der Sitzenbleiber. Mit seiner subtilen, respektlosen, anweisungsresistenten Art bringt er sie heute ansatzweise aus dem Konzept. Zitat: "Nochmal so ein pickeliger, ungehobelter Typ
mit Segelohren als Caddy, und ich spiele hier kein Runde mehr." Meine weibliche Trulla (auch unter 20) war stehts bemüht, ging gerade so durch und hatte sich einen Tip leidlich verdient. Dummerweise hatte ich Annettes ganze Story erst nach der Trinkgeldzahlung erfahren, so hat dieses Lao-A.... auch noch ungerechtfertigt Extrageld bekommen. Nach 2 Runden in Laos stelle ich mal ganz subjektiv fest, die Caddies sind hier noch nicht farang-tauglich. Da ist Thailand um Längen besser. Aber vielleicht wird ja morgen alles ganz anders und besser.

Lao-A...., Annette und meine Trulla





So, um 16:45 Uhr zurück im Hotel, Süppchen und Nudeln gab´s bereits im Clubhaus, jetzt wird relaxt und nix mehr gemacht. 

Freitag, 4. November 2016

Impressionen aus Luang Prabang

Der Vormittag gehört der Altstadt, gelegen zwischen den beiden Flüssen Mekong und Nam Khan. Bamboo Bridge, Wat Xien Thong, Geschäfte, Sisavangvong Road, Pho Si Markt (der allerdings nahe bei unserem Hotel). Hier ein paar Bilder...



















Gesichter Luang Prabangs



Unfassbar - heute keine Golfrunde! Angebot schwach, Nachfrage schwach, ergibt nach laotischer Denkweise hohe Preise. Die haben wir gestern bezahlt, heute verzichten wir einmal. Als Entschädigung dafür gab´s ein paar nette Vis á Vis. Auch schön, vor allem umsonst. Meine Nudelsuppe "Fö" (s.u.) war fast umsonst, 10.000 Kip, also € 1,10.







Donnerstag, 3. November 2016

Ruhe und Trubel




Ruhe zuerst. Zwei entspannte Stunden am Pool geben uns Gelegenheit, unsere Batterien wieder ein wenig aufzuladen. Am frühen Abend steht ein erster Besuch der Altstadt inklusive Nachtmarkt an, wir könnten mit dem Fahrrad fahren, uns stehen zwei kostenlos zur Verfügung, aber wir ziehen es vor, 40 Minuten zu Fuß bis ins Zentrum zu laufen. Ein Pärchen aus Düsseldorf (Nachbarliege!) gibt uns einen Restauranttip, und so steuern wir den Coconut Garden an. Hier gibt´s Lao, Thai und western food.

Wie hat sich in den Jahrzehnten die Szenerie gewandelt, Luang Prabang ist zu einer Travellerhochburg mutiert, Touristen en masse, aber wen wundert´s, dass diese Kleinod dermaßen frequentiert wird. Kein Backpackertreff im klassischen Sinne, dafür steht das Kulturelle hier auf zu hohem Niveau, eher der intellektuelle Typ treibt sich hier rum, uns natürlich ausgenommen. Die Gras rauchende Hippieszene treibt sich eher in Goa, Pai, Pokhara, Kuta, Ko Phangan und was weiß ich wo in SOA rum.

So, Essen war nicht schlecht, wir blieben bei Thaigerichten, und die waren voll in Ordnung. Die Preise bewegen sich auf moderatem Level, vergleichbar zu Thailand. 3 Gerichte, ein großes Bier und eine 7 Up für umgerechnet 15 €. Da tat dann auch die Rückfahrt mit dem Tuk Tuk für Zweifuffzich nicht weh.




Ende Gelände - Fazit Teil II der Rundreise

Was soll ich schreiben? Ja, auch der zweite Teil von Januar bis März war sehr erlebnisreich, hatte ein paar Highlights (wir haben viel Neues...