Mittwoch, 25. Februar 2026

Mit dem Zug nach Vang Vieng

 


Wir befinden uns in einem sehr armen Dritte-Welt-Land. Daß hier trotzdem ein gewisses High-Tech-Gefühl spürbar ist, liegt v.a. an den Chinesen. Neben den tausenden Motorrädern, Tuk Tuks und Minivans (für die Touristentransporte) fährt hier ab und zu auch mal ein Elektroauto chinesischer Produktion. Mit eben so einem lassen wir uns heute zum Bahnhof fahren (natürlich mit demselben Fahrer, der uns auch vom Flughafen abgeholt hat). Kurzer Stopp am My Dream Boutique Resort, um unsere Golfbags dort für 3 Tage zu deponieren, dann geht's weiter zur weit außerhalb gelegenen Train Station der Lao China Railway. Die High Speed Verbindung von Kunming in Südwestchina bis zur laotischen Hauptstadt Vientiane führt u.a. über Luang Prabang und Vang Vieng, unserem Ziel für die nächsten 3 Nächte. War gar nicht so einfach, an Zugtickets zu kommen, aber irgendwie ist es mir dann doch gelungen. Die ganze Organisation, der Bau, die Kontrolle der Bahnhöfe, die Security Checks - alles fest in chinesischer Hand. Kontrolle wie am Flughafen, jede Nagelschere, jedes Haarspray wird konfisziert - fast schon manisch, dieser Überwachungswahn. 

Luang Prabang Train Station


Zukunft - von den Chinesen gemacht


Noch leer, in wenigen Minuten voll bis zum letzten Platz


Ausblick aus dem Zugfenster bei Ka Si


Die Fahrt dauert 1 Stunde 10 Minuten, mindestens 80% der Strecke (ca. 110 km) führen durch Tunnels. Mit dem Auto wäre die Fahrtzeit ca. 6 Stunden gewesen!!! Am Bahnhof von Vang Vieng wartet bereits das Hotel-Pickup-Tuk Tuk und bringt uns kostenlos zum Bearlin Bungalow. Ja, die Wurzeln der Besitzer liegen tatsächlich auch in Berlin, auf der Speisekarte findet sich u.a. Berliner Currywurst mit Pommes. Nachfolgend ein paar erste Impressionen. Vang Vieng, frühere Aussteiger- und Hippie-Hochburg, ist bekannt für Aktivitäten aller Art: Tubing, Kayaking, Rock Climbing, Paragliding, Ballonfahrten, Ziplining und was weiß ich noch. Alles das werden wir nicht machen! Wir gucken trotzdem mal in die Landschaft - später...

Apropos Landschaft: es war heute schon bemerkenswert, wie vermüllt es in diesem Laos ist. Rechts und links der (Land)straßen finden sich Berge von Unrat, selbst vor den prestigeträchtigen Bahnhöfen wird nix weggeräumt. Sehr schade, wirft kein gutes Licht auf dieses touristisch aufstrebende Land.


Stilleben mit Lao Beer 



Dutzende Paragleiter über uns, trotz Schauerwetter 

Auch viele Ballons...



Eingang zum Hotel



Phou Si Market und mal wieder Golf

 


Hier kauft der Einheimische ein: Lebensmittel, Haushaltswaren, halt die Dinge des täglichen Bedarfs. Ein kurzer Streifzug durch die bunte Vielfalt des Phou Si Marktes. Andere Touristen: Fehlanzeige.

Wenn auch die Staatsorgane hier einkaufen, kann's nur gut sein












Zurück beim Hotel führe ich ein interessantes Gespräch mit einem Holländer, der überland mit seinem Landcruiser seit einem Jahr unterwegs ist, Frau und Hund sind auch dabei. Route: Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Türkei, Georgien, Armenien, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisistan, Kasachstan, Mongolei, China, Laos. Von hier gab's Abstecher nach Vietnam, Kambodscha und Thailand. Respekt! Die Einreise zum finalen Ziel Australien bleibt ihnen verwehrt, der Hund darf nicht einreisen, also fahren sie eine ähnliche Route zurück.

Abfahrt in der Nähe von Maastricht, jetzt in Luang Prabang 

Erst auf unserer Terrasse pennen, dann Annettes Klamotten im Zimmer zuscheißen - danke ans Housekeeping, die haben die Katze eingeschlossen 

Nach 10 Jahren mal wieder hier: der Luang Prabang Golf Club ist kein Lieblingsgolfplatz, aber aufgrund der gewissen Exotik und dem "Signature hole", Loch 17, Par 3, direkt am Mekong vielleicht doch eine ausführliche Erwähnung wert. Wir reisen mit dem Tuk Tuk an, die 6 Kilometer vom Hotel kosten oneway 150.000 LAK = ca. 6 Euro. Das Greenfee kostet wochentags 1.200.000 LAK incl. Caddy und Cart. Guter Zustand, die ersten Neun recht monoton, die zweiten Neun dafür umso anspruchsvoller. Heute leider bedeckt und schwülwarm, da läuft das Lao Beer nach der Runde umso besser.

Provisorisches Clubhaus, das alte ist vor 8 Jahren abgebrannt

Hier dürfen wir nach der Runde sitzen, Double Bogeys gab's genug




Loch 17, Par 3, direkt am Mekong









Den Abend verbringen wir im Hotel, der Manager entschuldigt sich mit kostenlosen Getränken und einem (ebenso kostenlosen) kleinen Buffet für den Lärm des Vorabends, obwohl er nichts dazu konnte. In der Nachbarschaft fand eine Hochzeit statt, und die sehr lautstarke Band hat bis Mitternacht alles gegeben.

Lagerfeuer-Romantik am Mekong



Mit dem Zug nach Vang Vieng

  Wir befinden uns in einem sehr armen Dritte-Welt-Land. Daß hier trotzdem ein gewisses High-Tech-Gefühl spürbar ist, liegt v.a. an den Chin...