Freitag, 6. März 2020

Lanna GC - long time no see


Der Lanna GC, ein 27-Loch-Platz der Royal Thai Army ist ein Teil des Lanna Sports Center, nur ein paar Minuten vom Zentrum Chiang Mais entfernt. Die ursprünglichen 18 Löcher sind ein Parklandplatz mit uraltem Baumbestand, dann gibt's noch 9 Löcher rund um und in der Pferderennbahn. Wir spielen die alten 18, Greenfee 550 THB (ca. 16 €). War es gestern überall schön leer, ist es hier heute umso voller, ein Thai-Flight hinter dem anderen, teilweise in 5er- und 6er-Gruppen. An Loch 5 laufen wir auf, ab da dann leider nur noch slow play und Warterei. Der Platz ist landschaftlich ein Highlight, aber einfach ist er nicht. Jedes Grün ist erhöht und schwer anzuspielen, da hilft auch die extrem langsame Putt-Oberfläche nicht. Rund um die Fairways ist es staubtrocken und auf denselben stehen mittendrin Bäume (teils wunderschöne 😉), die manche Bälle magisch anziehen, v.a. unsere. Dazu Wasser, Ausgrenzen, Bunker, alles was der Amateurgolfer nicht braucht. Beide Scores heute tief in den Neunzigern, wenigstens Annette spielt ihr Birdie und gleicht zum 3:3 aus. Ich glaube, es wird wieder 10 Jahre dauern, bis wir hier erneut abschlagen.








So, nach Pad Thai und Bier in der Garküche am Straßenrand und einem Nachmittag am Pool fahren wir jetzt ins Zentrum, vielleicht folgt noch ein Kurzbericht.

Ultrakurz: Palak Paneer und Tom Yum Gai im Whole Earth, dann noch 'ne Runde über den Nachtmarkt, auffallend wenige Asiaten unterwegs, ziemlich leergefegt.





Donnerstag, 5. März 2020

Gähnende Leere - wie schön...?


Wir starten gegen 7:30 Uhr Richtung Chiang Mai, Fahrstrecke bis zum CM Highlands Golf Resort ca. 200 km. Ca. 15 km südlich Chiang Rais stoppen wir kurz am Wat Rong Khun, dem "white temple".
Es ist herrlich leer, kaum ein Besucher da, der uns den Blick und das Bauwerk verstellt. Hatten wir so noch nicht, eigentlich werden hier von Sonnenaufgang bis -untergang die meist asiatischen Touristen busladungsweise abgefertigt, doch zur Zeit - nix. 



















Weiter geht's über Highway 1 und 118 über kurvenreiche Strecken, wir passieren Mae Suai und Wiang Pa Pao, bevor wir unseren üblichen Tee-, Cappucino- und Toilettenstopp im "Coffee View"-Cafè einlegen. Der Rest der Strecke führt durch die Berge, leider sind die nächsten 40 km eine einzige Großbaustelle mit dementsprechend langsamer Fahrt. Trotzdem erreichen wir nach etwas mehr als 3 Stunden das Chiang Mai Highlands Golfresort mit einem der Top-Plätze der Region. Hier ist es immer voll. Ich korrigiere: hier WAR es immer voll. Unsere vorgebuchte Startzeit 11:36 Uhr hätten wir uns klemmen können. Bis auf eine Hand voll Japaner ist die Anlage absolut leergefegt. 27 Loch liegen uns zu Füßen, aufgrund der hier doch ansteigenden Temperaturen (bis 36°) belassen wir es bei 18 Loch, Kurs C & A ist angesagt, leider - oder auch besser so heute - Cartpflicht.








Der Platz spielt sich schwer, es gibt 3 Optionen: Fairway, Bunker oder Wasser. Ich wähle meist Option 2, liebäugele aber auch gerne mit Option 3. Die Grüns sind extrem schwer, so wird's leider nur ne 92 bei beiden, da war v.a. bei Annette eindeutig mehr - bzw. weniger Schläge - drin. Aber egal, wir brauchen kaum mehr als 3 Stunden. Nach einem wie immer exzellenten Essen im Clubhaus machen wir uns auf zur letzten Etappe, 45 km bis zum Hotel Lanna Dusita, nördlich des Zentrums von Chiang Mai sehr idyllisch am Ping River gelegen, unsere Premiere hier.

Und - auch hier - gähnende Leere. Seit wir hier sind, haben wir im gesamten Hotel nicht einen einzigen anderen Gast gesehen. Das hat die Anlage im typisch verschnörkelten Thaistil wahrlich nicht verdient. Alles ist sehr gepflegt, die Angestellten sehr zuvorkommend, die Preise für die Zimmer und im Restaurant
moderat, und unser Deluxe River View Zimmer mit vernünftiger Größe und schönem Balkon (im Bild darunter das Zimmer oben links) ist wirklich ansprechend. Gut, die low season fängt hier langsam an, aber die Reaktionen auf das Virus macht hier scheinbar Einiges (unnötig) kaputt.


Mittwoch, 4. März 2020

My Country My Beer


Letzte Runde heute in Chiang Rai, morgen fahren wir weiter. Dem kurzen Satz vor dem "Thank You" ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen. Ach ja, vielleicht noch, dass jetzt alle Deutschen, die in Kürze ihre Flüge nach Thailand antreten, gerade vollkommen am Rad drehen. Da Deutschland hier nun als Hochrisikoland bzgl. dem gehypten, medial aufgebauschten Virus gilt, geht das Gerücht um, dass Urlauber 14 Tage in Quarantäne im Hotel verbleiben müssen. Individualreisenden ohne nachweisbare Unterkunft könne sogar die Einreise verweigert werden. Die ganze unbestätigte Panikmache ist für die "german Angst"-Geprägten natürlich wieder Wasser auf die Hysterie-Mühlen. Ach ja...

Dienstag, 3. März 2020

Solo für U.W.E.


Der Restaurantbesuch gestern war wohl nicht die richtige Wahl, Annette geht's schlechter, statt Frühstück gibt es nur Pülverchen und Pillen und meinerseits einen neuerlichen Apothekenbesuch, um Nachschub zu organisieren. Damit der Tag nicht ganz im A.... ist, lass' ich mich zu einer Solo-Runde im Santiburi CC überreden 🙄. Um 12:00 Uhr schlage ich ab, gerade rechtzeitig vor einer größeren Expats-Gruppe, die von Tee 1 und 10 starten. Glück gehabt. Der Score ist trotz 3 Doppelbogeys und einem Triplebogey gut, 2 Birdies helfen, die 82 reinzubringen. Aber die werden in der Birdie-Geschlechterwettkampf-Urlaub-Statistik nicht mitgezählt, es bleibt beim 3:1. Nach 3 Stunden bin ich Dank zügigem Spiel im Vorflight und meiner flinken Caddie-Dame durch. 





Beim Blick von der Clubhausterrasse bei egg noodle soup und Leo Beer stelle ich fest, nachmittags kannst du hier ganz alleine spielen, es ist keine Socke mehr unterwegs. Also, liebe Hammer, wer Bock hat: course is open and empty, Greenfee ~ 30 Euro bei 33°!


Bei meiner Rückkehr ins Hotel prognostiziere ich für morgen mal wieder eine "Familienrunde".

Montag, 2. März 2020

Kampf dem Krampf


Irgendwie ist die Runde im Happy City Golf Resort immer problembehaftet. Schon vor dem Frühstück klagt Annette über Übelkeit, Magenschmerzen und Krämpfe. War's der Fisch im Fuji, die fried noodles im Aye's Restaurant - man weiß es nicht...?! Egal, sie bleibt tapfer und entschließt sich, zu spielen. Hier ist alles wie gehabt: trotz anders lautender Information Cartpflicht und endlose Diskussionen um den Greenfee-Preis. 3 Mädels am Empfang, die kein Wort englisch sprechen und auf ihren Wochentagspreis von 2.000 THB pro Farang-Nase bestehen. Letztlich zahlen wir 1.400 THB "tour operator rate" und starten mit unseren Carts in den morgendlichen Brandrodungs-Dunst zum 1 km vom Clubhaus entfernten "River Course"-Abschlag. Wären wir im Februar hier aufgeschlagen, hätten wir gar nicht spielen können, da der Platz fest in koreanischer Hand ist und nur Reisegruppen mit entsprechender Staatsangehörigkeit Spielrecht hatten. Kein Scherz! 

Wir starten auf den dritten Neun, die ersten und zweiten Neun sind eigentlich keine Neun, sondern jeweils Zehn, sodass es insgesamt 29 Loch gibt, davon 2 immer unter maintenance. Mein "Kampf dem Krampf" fängt heute leider auch schon an hole 1 an, Captain Hook lässt grüssen. Dieser herrlich unbrauchbare Schlag lässt mich bis zur 18 nicht los, 5 verlorene Bälle und ne üble 92 verhageln die Statistik. Annette quält sich mit Magenproblemen und Toilettenstopps durch die Runde, verliert in den zahlreichen Wasserhindernissen allerdings nicht einen Ball und beendet mit Birdie, Par zur 88. Respekt!





Das Nachmittagsprogramm fällt erstmal aus, ich fahre zu einer Apotheke im Stadtzentrum, allerdings erhalte ich dort direkt Antibiotika-Bomben, die meine Patientin strikt ablehnt. Der zweite Versuch am Abend bei Watson's (dort werden wir dann kompetent auf Englisch beraten) verspricht dann mehr Erfolg.

Die erste Nahrungsaufnahme nach dem Frühstück findet im Larb Sanam Keera statt. Hier gibt's zwar kein healthy food, aber dafür ist's schmackhaft, thai style und preiswert. Das Ergebnis erwarten wir dann spätestens morgen.

Sonntag, 1. März 2020

Sonntagsrunde im Santiburi CC


Startzeit im Santiburi CC heute morgen moderat um 9:00 Uhr. Der Top-Platz in Chiang Rai ist am Sonntag natürlich stark frequentiert, v.a. da im März ja immer halbes Greenfee für alle gilt. Wochenendtarif somit 1.250 THB, vor 7:00 Uhr gilt an allen Tagen in diesem Monat 700 THB, das ist uns dann doch ein wenig zu früh. Trotz zahlreicher Viererflights vor uns bleibt das Spiel zügig, auch weil wir mit einem schwedischen Rentnerpaar zusammen spielen, die genau wie wir zu Fuß unterwegs sind, sämtliche anderen Spieler bevorzugen ein E-Cart. Wo wir laufen dürfen, tun wir das im Regelfall auch, leider schränken viele thailändische Clubs das immer mehr ein und bestehen auf Cart-Pflicht. Doof - und teuer! Die Grüns sind weitaus schneller als gestern im Waterford, Ergebnis: mit 3 Drei-Putts und 2 Wasserbällen 'ne 83 für mich und Annette spielt die 92 (zu viele von den zahlreichen Bunkern mitgenommen). Nach 4 Stunden sind wir durch, ein Bier im Clubhaus mit unseren Flightpartnern darf aber nicht fehlen.








Den Abend verbringen wir im Central Plaza, einmal zum Essen beim Lieblingsjapaner im Fuji Restaurant, zum anderen noch ein wenig shoppen in den zahlreichen Läden des Einkaufszentrum. Viel mehr war heut' nich, ein typischer Sonntag halt 😉.

Ende Gelände - Fazit Teil II der Rundreise

Was soll ich schreiben? Ja, auch der zweite Teil von Januar bis März war sehr erlebnisreich, hatte ein paar Highlights (wir haben viel Neues...