Donnerstag, 5. März 2020

Gähnende Leere - wie schön...?


Wir starten gegen 7:30 Uhr Richtung Chiang Mai, Fahrstrecke bis zum CM Highlands Golf Resort ca. 200 km. Ca. 15 km südlich Chiang Rais stoppen wir kurz am Wat Rong Khun, dem "white temple".
Es ist herrlich leer, kaum ein Besucher da, der uns den Blick und das Bauwerk verstellt. Hatten wir so noch nicht, eigentlich werden hier von Sonnenaufgang bis -untergang die meist asiatischen Touristen busladungsweise abgefertigt, doch zur Zeit - nix. 



















Weiter geht's über Highway 1 und 118 über kurvenreiche Strecken, wir passieren Mae Suai und Wiang Pa Pao, bevor wir unseren üblichen Tee-, Cappucino- und Toilettenstopp im "Coffee View"-Cafè einlegen. Der Rest der Strecke führt durch die Berge, leider sind die nächsten 40 km eine einzige Großbaustelle mit dementsprechend langsamer Fahrt. Trotzdem erreichen wir nach etwas mehr als 3 Stunden das Chiang Mai Highlands Golfresort mit einem der Top-Plätze der Region. Hier ist es immer voll. Ich korrigiere: hier WAR es immer voll. Unsere vorgebuchte Startzeit 11:36 Uhr hätten wir uns klemmen können. Bis auf eine Hand voll Japaner ist die Anlage absolut leergefegt. 27 Loch liegen uns zu Füßen, aufgrund der hier doch ansteigenden Temperaturen (bis 36°) belassen wir es bei 18 Loch, Kurs C & A ist angesagt, leider - oder auch besser so heute - Cartpflicht.








Der Platz spielt sich schwer, es gibt 3 Optionen: Fairway, Bunker oder Wasser. Ich wähle meist Option 2, liebäugele aber auch gerne mit Option 3. Die Grüns sind extrem schwer, so wird's leider nur ne 92 bei beiden, da war v.a. bei Annette eindeutig mehr - bzw. weniger Schläge - drin. Aber egal, wir brauchen kaum mehr als 3 Stunden. Nach einem wie immer exzellenten Essen im Clubhaus machen wir uns auf zur letzten Etappe, 45 km bis zum Hotel Lanna Dusita, nördlich des Zentrums von Chiang Mai sehr idyllisch am Ping River gelegen, unsere Premiere hier.

Und - auch hier - gähnende Leere. Seit wir hier sind, haben wir im gesamten Hotel nicht einen einzigen anderen Gast gesehen. Das hat die Anlage im typisch verschnörkelten Thaistil wahrlich nicht verdient. Alles ist sehr gepflegt, die Angestellten sehr zuvorkommend, die Preise für die Zimmer und im Restaurant
moderat, und unser Deluxe River View Zimmer mit vernünftiger Größe und schönem Balkon (im Bild darunter das Zimmer oben links) ist wirklich ansprechend. Gut, die low season fängt hier langsam an, aber die Reaktionen auf das Virus macht hier scheinbar Einiges (unnötig) kaputt.


Mittwoch, 4. März 2020

My Country My Beer


Letzte Runde heute in Chiang Rai, morgen fahren wir weiter. Dem kurzen Satz vor dem "Thank You" ist eigentlich nichts weiter hinzuzufügen. Ach ja, vielleicht noch, dass jetzt alle Deutschen, die in Kürze ihre Flüge nach Thailand antreten, gerade vollkommen am Rad drehen. Da Deutschland hier nun als Hochrisikoland bzgl. dem gehypten, medial aufgebauschten Virus gilt, geht das Gerücht um, dass Urlauber 14 Tage in Quarantäne im Hotel verbleiben müssen. Individualreisenden ohne nachweisbare Unterkunft könne sogar die Einreise verweigert werden. Die ganze unbestätigte Panikmache ist für die "german Angst"-Geprägten natürlich wieder Wasser auf die Hysterie-Mühlen. Ach ja...

Dienstag, 3. März 2020

Solo für U.W.E.


Der Restaurantbesuch gestern war wohl nicht die richtige Wahl, Annette geht's schlechter, statt Frühstück gibt es nur Pülverchen und Pillen und meinerseits einen neuerlichen Apothekenbesuch, um Nachschub zu organisieren. Damit der Tag nicht ganz im A.... ist, lass' ich mich zu einer Solo-Runde im Santiburi CC überreden 🙄. Um 12:00 Uhr schlage ich ab, gerade rechtzeitig vor einer größeren Expats-Gruppe, die von Tee 1 und 10 starten. Glück gehabt. Der Score ist trotz 3 Doppelbogeys und einem Triplebogey gut, 2 Birdies helfen, die 82 reinzubringen. Aber die werden in der Birdie-Geschlechterwettkampf-Urlaub-Statistik nicht mitgezählt, es bleibt beim 3:1. Nach 3 Stunden bin ich Dank zügigem Spiel im Vorflight und meiner flinken Caddie-Dame durch. 





Beim Blick von der Clubhausterrasse bei egg noodle soup und Leo Beer stelle ich fest, nachmittags kannst du hier ganz alleine spielen, es ist keine Socke mehr unterwegs. Also, liebe Hammer, wer Bock hat: course is open and empty, Greenfee ~ 30 Euro bei 33°!


Bei meiner Rückkehr ins Hotel prognostiziere ich für morgen mal wieder eine "Familienrunde".

Montag, 2. März 2020

Kampf dem Krampf


Irgendwie ist die Runde im Happy City Golf Resort immer problembehaftet. Schon vor dem Frühstück klagt Annette über Übelkeit, Magenschmerzen und Krämpfe. War's der Fisch im Fuji, die fried noodles im Aye's Restaurant - man weiß es nicht...?! Egal, sie bleibt tapfer und entschließt sich, zu spielen. Hier ist alles wie gehabt: trotz anders lautender Information Cartpflicht und endlose Diskussionen um den Greenfee-Preis. 3 Mädels am Empfang, die kein Wort englisch sprechen und auf ihren Wochentagspreis von 2.000 THB pro Farang-Nase bestehen. Letztlich zahlen wir 1.400 THB "tour operator rate" und starten mit unseren Carts in den morgendlichen Brandrodungs-Dunst zum 1 km vom Clubhaus entfernten "River Course"-Abschlag. Wären wir im Februar hier aufgeschlagen, hätten wir gar nicht spielen können, da der Platz fest in koreanischer Hand ist und nur Reisegruppen mit entsprechender Staatsangehörigkeit Spielrecht hatten. Kein Scherz! 

Wir starten auf den dritten Neun, die ersten und zweiten Neun sind eigentlich keine Neun, sondern jeweils Zehn, sodass es insgesamt 29 Loch gibt, davon 2 immer unter maintenance. Mein "Kampf dem Krampf" fängt heute leider auch schon an hole 1 an, Captain Hook lässt grüssen. Dieser herrlich unbrauchbare Schlag lässt mich bis zur 18 nicht los, 5 verlorene Bälle und ne üble 92 verhageln die Statistik. Annette quält sich mit Magenproblemen und Toilettenstopps durch die Runde, verliert in den zahlreichen Wasserhindernissen allerdings nicht einen Ball und beendet mit Birdie, Par zur 88. Respekt!





Das Nachmittagsprogramm fällt erstmal aus, ich fahre zu einer Apotheke im Stadtzentrum, allerdings erhalte ich dort direkt Antibiotika-Bomben, die meine Patientin strikt ablehnt. Der zweite Versuch am Abend bei Watson's (dort werden wir dann kompetent auf Englisch beraten) verspricht dann mehr Erfolg.

Die erste Nahrungsaufnahme nach dem Frühstück findet im Larb Sanam Keera statt. Hier gibt's zwar kein healthy food, aber dafür ist's schmackhaft, thai style und preiswert. Das Ergebnis erwarten wir dann spätestens morgen.

Sonntag, 1. März 2020

Sonntagsrunde im Santiburi CC


Startzeit im Santiburi CC heute morgen moderat um 9:00 Uhr. Der Top-Platz in Chiang Rai ist am Sonntag natürlich stark frequentiert, v.a. da im März ja immer halbes Greenfee für alle gilt. Wochenendtarif somit 1.250 THB, vor 7:00 Uhr gilt an allen Tagen in diesem Monat 700 THB, das ist uns dann doch ein wenig zu früh. Trotz zahlreicher Viererflights vor uns bleibt das Spiel zügig, auch weil wir mit einem schwedischen Rentnerpaar zusammen spielen, die genau wie wir zu Fuß unterwegs sind, sämtliche anderen Spieler bevorzugen ein E-Cart. Wo wir laufen dürfen, tun wir das im Regelfall auch, leider schränken viele thailändische Clubs das immer mehr ein und bestehen auf Cart-Pflicht. Doof - und teuer! Die Grüns sind weitaus schneller als gestern im Waterford, Ergebnis: mit 3 Drei-Putts und 2 Wasserbällen 'ne 83 für mich und Annette spielt die 92 (zu viele von den zahlreichen Bunkern mitgenommen). Nach 4 Stunden sind wir durch, ein Bier im Clubhaus mit unseren Flightpartnern darf aber nicht fehlen.








Den Abend verbringen wir im Central Plaza, einmal zum Essen beim Lieblingsjapaner im Fuji Restaurant, zum anderen noch ein wenig shoppen in den zahlreichen Läden des Einkaufszentrum. Viel mehr war heut' nich, ein typischer Sonntag halt 😉.

Samstag, 29. Februar 2020

Das Virus: jetzt hat es uns auch erwischt!


Es fing alles ganz harmlos an. Heute Morgen beim Frühstück war noch nichts zu spüren, es gab ein üppiges Buffet im Hotel, kaum Leute da, auch die Vitaminbomben an der Saftbar konnten es nicht verhindern, was dann geschah. Erst auf dem Weg zum ersten Golfplatz des Urlaubs zeigten sich die ersten Symptome: feuchte Hände, Schweißausbrüche, zittrige Beine. Am ersten Abschlag im Waterford Valley GC dann der Ausbruch - Diagnose: Golvith-20! Schwerer Infekt mit dem thailändischen Golfvirus. Und es kommt noch schlimmer - nach einer 86 und 92 incl. 3 Birdies bleibt nur eines: 3 Wochen Quarantäne!



Abends gibt's natürlich Freigang, so z.B. heute im Zentrum Chiang Rais. Wir flanieren über die Phaholyothin Road, füllen Vorräte im 7eleven auf, besuchen unser Lieblings-Abzocke-Restaurant Aye's, schauen wie seit Jahren im "Northern Hand Woven"-Shop vorbei, eiern über den Fress- und Nightmarket, der heute wegen der Saturday Walking Street ziemlich leer ist. So, dann bis morgen im hochgradig ansteckenden Santiburi Country Club.







Freitag, 28. Februar 2020

Angekommen


Man wundert sich immer wieder, dass hier alles so klappt wie geplant. Anschlussflug pünktlich, Gepäck komplett, Mietwagenübernahme in 10 Minuten erledigt (allerdings hat der olle Nissan schon mehr als 100.000 km auf der Uhr), und das Zimmer im Le Meridien ist um 11:00 Uhr bereits bezugsfertig.
Trotzdem sind wir heute so im Eimer, dass wir das Golfen heute sausen lassen und den Nachmittag am Pool bzw. Annette im Hotel-Spa verbringen. Nach einem frühen Abendessen im Strassenrestaurant ein paar Meter vom Hotel entfernt reizt uns eigentlich nur noch Balkon, Bad und Bett. Morgen greifen wir dann richtig an, tee time 9:00 Uhr im Waterford Valley GC.



Zwischenstopp im Suvarnabhumi Airport

Nach einem kurzweiligen und angenehmen Flug sind wir heute morgen überpünktlich - 35 Minuten vor der scheduled time - in Bangkok gelandet. Hier ist alles wie immer, außer das hier jeder Hansel nutzlose Gesichtsmasken trägt und es vielleicht einen Tacken weniger voll ist. So, gleich fliegen wir mit Thai Smile weiter nach Chiang Rai, gegen 10:00 Uhr Ortszeit sollten wir landen. Maschine dockt gerade an.

Flug WE 130 BKK - CEI 8:30 - 10:00

Donnerstag, 27. Februar 2020

TG 921 FRA - BKK


Endlich wieder Thailand. Knapp 2 Jahre ist's her, als wir zuletzt dort waren. Trotz aller Covid-19-Pandemie-Nachrichten, wir lassen uns nicht verrückt machen und freuen uns auf 3 Wochen Sonne, Golf und leckeres Essen. Unsere diesjährige Route findet ihr hier. In wenigen Augenblicken beginnt das Boarding zu TG 921, mit dem A380 der Thai Airways fliegen wir in ca. 10 Stunden nonstop nach Bangkok. Die Sitzplätze im upper deck "erste Reihe" sind reserviert, einem bequemen Hinflug steht nichts mehr im Wege. Anschliessend geht es morgen früh direkt weiter mit Thai Smile nach Chiang Rai ganz im Norden des Landes.

Samstag, 18. Januar 2020

Nicht therapierbar

2019 hat es nicht geklappt, in diesem Jahr schon. Endlich wieder Thailand, obwohl die Voraussetzungen nicht die allerbesten sind. Zunächst hat sich der Wechselkurs EUR - Baht zu Ungunsten für den europäischen Touristen - sprich uns - entwickelt. Der THB ist allerdings zu den meisten anderen Währungen erstarkt, v.a. in den letzten 2 Jahren. Das verteuert erstmal die Hotelpreise, im Vergleich zu 2018 um rund 15%.

Da wir den Flug leider recht kurzfristig buchen mussten, haben wir kein Schnäppchen machen können. Hier sind wir bei der Wahl der Fluggesellschaft kompromisslos. Wir fliegen nur mit Thai Airways, nur A380, und nur erste Reihe. Seit August letzten Jahres hat letztlich auch die Thai das Zusatzgeschäft "preferred seats" entdeckt, heißt pro Weg und Nase ca. 100 € on top. Aber egal, bequem muss sein.

Nächster Punkt: Mietwagen. Der Preis für die Kompaktklasse (CCAR) ohne Selbstbeteiligung lag die vergangenen Jahre bei rund 20 € / Tag oder knapp darunter, nun ist unter 32 - 33 € nix zu bekommen. Vielleicht liegt's an der miserablen Unfalltotenstatistik Thailands (Platz 2 weltweit), die die Mietwagenanbieter nicht mehr ignorieren können/wollen.

Und da haben wir ja noch das Thema Golf. Greenfee-Preise ziehen teilweise unverhältnismäßig an (v.a. im Großraum Chiang Mai), viele Plätze haben Cart-Pflicht eingeführt, die Caddie-Gebühr hat sich innerhalb von ca. 5 Jahren um ca. 40% erhöht.  Daran sind wohl die astronomisch gestiegenen Touri-Zahlen aus China verantwortlich. Auch da gibt's ein enormes Golferpotenzial aus der stetig wachsenden Mittel- und Oberschicht. Da heißt es: vergleichen, vergleichen und nochmals... - ok, ist ja gut.

Und trotzdem, ohne Thailand geht nicht. Fazit: nicht therapierbar.

Ende Gelände - Fazit Teil II der Rundreise

Was soll ich schreiben? Ja, auch der zweite Teil von Januar bis März war sehr erlebnisreich, hatte ein paar Highlights (wir haben viel Neues...