Mittwoch, 21. März 2018

Early bird nach Khon Kaen

Hätten wir keinen wake up call für 4:30 Uhr vereinbart, hätten wir wohl verpennt. Der Wecker hat nicht gefunzt, gerade heute. Na egal, um 5:20 Uhr fahren wir los, es sind nur ein paar Kilometer durch die noch verkehrsarme Stadt bis zum Flughafen. Der Mietwagenjupp von Thairentacar hat noch nicht auf, so schmeissen wir den Schlüssel einfach in die Box. Eingecheckt haben wir bereits, um 7:15 Uhr startet der Airbus von Thai Air Asia pünktlich. Bereits 50 Minuten später landen wir in Khon Kaen, einer Großstadt im Isaan, dem Nordosten Thailands. Innerhalb von 5 Minuten haben wir unser Gepäck, weitere 5 Minuten braucht die erneute Mietwagenübernahme und um kurz nach 9 sind wir bereits im Wishing Tree Resort. Unser Zimmer ist noch nicht frei, macht nix,
erstmal vernünftig frühstücken und dann direkt ab zum nur 5 km entfernten Singha Park Golf Club. Heute ist es bewölkt, mehr als 28° werden es heute nicht. Das macht die Runde sehr angenehm, auch wenn der Platz brechend voll ist, ist ja schließlich "sport day" mit halbem Greenfee von 750 THB. Wir starten an der 16, damit wir nicht nur im Wartemodus sind. Klappt bis zur 3 auch ganz gut, dann ist vorbei. Egal, wir haben keine Termine mehr heute, der Score auf diesem langen, Bunker gespicktem und wasserlastigen Platz ist ok, 87 + 88.


Das Essen im stilvollen und luftigen Clubhausrestaurant ist wie immer gut, dann zurück zum Hotel, nun können wir in unsere kleine "Villa" einchecken, diesmal nicht auf der Flußseite, sondern ganz nett am See. Heute verlassen wir das Hotelgelände nicht mehr, nur noch schnell ins Restaurant und dann Schlaf nachholen.



Dienstag, 20. März 2018

Gassan Legacy: sag' niemals nie...


Es gibt 3 "Gassan"-Plätze in der Provinz Lamphun, also der südlich an Chiang Mai angrenzenden. Alle 3 haben eine masochistische Grundtendenz. Gassan Panorama, ehemals Marina (wie treffend), fehlte uns noch in unserer Sammlung, da aufgrund von Renovierungs- und Umbauarbeiten über Jahre geschlossen. Seit November letzten Jahres war er dann wieder auf. Nun, den haben wir gebucht für heute, doch im Februar hieß es dann, ab Anfang März wieder zu. Nanu? Kulanterweise hat man uns dann auf den Nachbarplatz Gassan Legacy (ehemals Lake City, genauso treffend) umgebucht, zum Sonderpreis 1.800 THB incl. Greenfee, Caddy, Cart. So spielen wir denn den Platz, den wir nie nie nie wieder spielen wollten. Warum? Ein Blick auf das Scorekarten-Layout spricht für sich. Von weiß erscheint er mir nicht Herausforderung
genug, darum wieder von blau. Mindestens 3 x musst du hier vom Abschlag 200 m carry schlagen, sonst ist die Murmel weg. Und auch alle (!) anderen Abschläge gehen über große Wasserflächen. Man muss den Driver im Griff haben, sonst geht hier gar nichts. War leider nicht an jedem Loch der Fall, die drop zone ist meist der Damenabschlag. D.h. nicht, dass der Platz für die Damen nicht minder herausfordernd ist, keinesfalls. Annette geht mit 'ner 93 runter, ich mit einer 94, dabei habe ich bestimmt 5 oder 6 Bälle versenkt. Die Platzpflege ist außerordentlich gut, darum ist es ziemlich voll, Thais, Chinesen, Koreaner, Japaner, die ganze Bandbreite der asiatischen Golfernationen gibt sich hier ein Stelldichein. Was nicht dazu passt, ist das nach wie vor renovierungsbedürftige Clubhaus, überdimensioniert, aber ein Ambiente wie die Bahnhofshalle in Schwelm.




Da wir bereits um 8:00 Uhr tee time haben (danach gehen nur noch 4er und 5er Flights) sind wir nach einem kurzen Snack im Clubrestaurant früh wieder im Hotel und gönnen uns eine Ruhepause. Der Abend gehört der Central Festival Mall, der größten Chiang Mais - und dem Golftaschen und Koffer packen, denn morgen früh ist die Nacht um 4:00 Uhr zu Ende, unser Flug nach Khon Kaen geht um 7:15 Uhr.


Montag, 19. März 2018

Der blühende Klassiker

Auch hier gibt's eine montägliche rush hour, sodaß wir mehr als eine Stunde zum 25 km nördlich des Zentrums gelegenen Royal Chiang Mai Golf Club brauchen. Hier ist dann so gut wie nix los, man könnte die Runde glatt geniessen, wäre da nicht die problematische Umstellung auf extrem langsame Grüns, die uns aus dem Konzept bringen. Vollkommen untypisch für hiesige Verhältnisse. Die letzten Tage musste man nur anticken und der Ball lief und lief, heute bleibt alles zu kurz und macht den Score kaputt. Schade, ansonsten ist die Wiese eine Augenweide, es blüht in allen Farben, eine Wohltat für die Sinne. Die Temperaturen ziehen nun von Tag zu Tag an, 36° - und es wird noch heißer. 

Auf der Clubhausterrasse lassen wir bei egg noodles with bamboo and chicken, 'ner Früchteplatte und Lieblingsgetränk die Runde Revue passieren. 

Hier noch ein Kessel Buntes an Bildern.











Next destination: Zensala River Resort direkt am Mae Ping Fluß und ziemlich zentrumsnah. Letztes Jahr waren wir zum ersten mal hier, hat uns gut gefallen, darum bleiben wir gerne nochmal 2 Nächte, bevor wir den Norden verlassen und weiter nach Khon Kaen fliegen.


So, und jetzt geht's lecker indisch essen im Whole Earth Restaurant direkt in der Nähe des Nachtmarkts. Und wie von Zauberhand zwei aktuelle Bilder dazu:




Sonntag, 18. März 2018

Hariphunchai - der begehbare Ozean


Südlich von Lamphun verbirgt sich unser heutiges Golfziel mitten im Nirwana, der erst einige Monate alte Hariphunchai Golfclub. Ohne die Google maps Navigation hätten wir das Terrain auf keinen Fall gefunden. Bis jetzt zwar nur 9 Loch, diese allerdings vom Allerfeinsten ( Pflegezustand: Highlands- und Alpinelevel!). Für 800 THB incl. Caddy absolut
nachgeschmissen - und trotz Sonntag herrlich leer. Vielleicht liegt es ja auch an den aufreizend großen Wasserflächen, die den 08/15-Golfer abschrecken, es gibt mehr Quadratmeter Seen und Gräben als Festland, sprich Fairways und Grüns. Wir gehen die Runde natürlich zweimal, 18 Loch sind Pflicht. Außerdem sind wir lernfähig und merken uns die bösen Ecken, wo man nicht hinspielen sollte, darum für beide je 9 Schläge weniger als beim ersten Durchgang. Für mich bleiben 10 Pars, ich bin zufrieden, trotz einer schlimmen 10 und 9 eine 91 gesamt. Wenn der Platz mal erwachsen ist und 18 Loch aufweist, kommen wir nochmal wieder. Als preiswerte Alternative zu den doch mittlerweile sehr teuer gewordenen, etablierten Golfplätzen rund um Chiang Mai sollte der geneigte Golfer Hariphunchai ins Kalkül ziehen.

Hier also noch ein paar Bilder für Wasserliebhaber und Bälleversenker...






bag drop am Clubhauseingang

So, zurück geht's wieder über die Dörfer, direkt neben "unserer" laundry stossen wir wieder auf die 1269, saubere Wäsche eingesackt und zurück ins Veranda zum relaxen.



Der Abend gehört einem schnellen Besuch im 20 km entfernten Chiang Mai. Im Shopping Center Kad Suan Kaew essen wir im Food Corner des Tops Supermarket für umgerechnet 3 € incl. Getränk, für beide zusammen versteht sich. Viel teurer wird leider der Besuch der Drogerie Boots, so gleicht sich alles aus. Bei Klamotten und Schuhen werden wir heute nicht fündig. Unter dem Motto: wer jetzt nicht zuschlägt, spart bares Geld. Glück gehabt.

Lobby Veranda





Samstag, 17. März 2018

Das manikürte Monster und ein Upgrade


ALPINE: Selbstkasteiung oder der Versuch, heute hier halbwegs unbeschadet über den Platz zu kommen? Die schwarzen Abschläge bedeuten 6.700 m, die blauen (habe ich mir sonst immer angetan) 6.400 m, belassen wir es heute bei "weiß" mit 6.000 m. Gute Entscheidung, die noch vom Tau feuchten Fairways stoppen auf den ersten Neun jeden Ball, das kommt davon, wenn man bereits um 7:30 Uhr auf die Runde geht. Wir spielen Kurs B/C, d.h. die neu angelegten Löcher sind alle
dabei. Der Platz präsentiert sich makellos, trotzdem bleibt der Platz ein Monster. Wasserhindernisse und Bunker en masse, ebenso Schräglagen, Bäume Mitte Fairway, und - last but not least- die Grüns. Onduliert, groß, schwer zu lesende Breaks, schnell. Letzlich freue ich mich nach 3 Stunden über eine 86, kein Doppelbogey, kein Birdie, aber einige 3 Putts. Annette hadert allerdings mehr mit dem Anspiel auf die Grüns, aus Vorsicht fast immer zu kurz. Was soll's, das Monster hat gelauert, aber wir sind ihm entronnen.

Wer hier auf den Grüns falsch liegt, hat den 3-Putt fast sicher


Nach einem pünktlichen check out high noon fahren wir eine knappe Stunde über Ausfall- und Ringstraßen an Chiang Mais Zentrum vorbei in die südwestlich der City gelegene Hügellandschaft, das Veranda Resort an der Road 1269 gelegen ist unser Ziel. Hier haben wir im High Residence Trakt eine One Bedroom Suite für 2 Nächte gebucht. Da wir bereits um kurz vor 13:00 Uhr eintrudeln, ist das Zimmer noch nicht fertig. Also, wieder
warten, ein paar Bilder schiessen, bis um 14:00 Uhr der Front Office Manager mit einem Upgrade-Angebot aus der Deckung kommt. Wir wären ja nicht das erste mal hier, danke für unsere Geduld, bla bla bla, er hätte dann ein Plunge Pool Pavillon für uns im Angebot. Da sagen wir nicht nein, kostet regulär das Doppelte. Man hätte uns ja auch warten lassen können, reguläre check in-Zeit 15:00 Uhr 🤗.



So geniessen wir die Annehmlichkeiten und noch mehr Platz, dann 2. Versuch, die Wäsche bei unserer Stamm-Laundry 5 km die Straße runer loszuwerden, jetzt hatse auf, GSD. Die Klamotten werden knapp, morgen Nachmittag abholbereit. Google maps zeigt ein nettes Restaurant ein paar Kilometer entfernt an, am Abend probieren wir dann mal das "The Village Food & Eatery" aus und werden nicht enttäuscht. Der Chef, ein perfekt englisch sprechender Thai, ist sichtlich stolz auf sein Anwesen und erzählt gerne von seinen Urlaubshighlights in Deutschland: Koblenz, Heidelberg, Neuschwanstein. Und Autbahnen! Der muss auch nicht jeden Tag nach Köln zum Arbeiten!


Und hier noch ein paar Unterkunftsimpressionen:









Ende Gelände - Fazit Teil II der Rundreise

Was soll ich schreiben? Ja, auch der zweite Teil von Januar bis März war sehr erlebnisreich, hatte ein paar Highlights (wir haben viel Neues...