Donnerstag, 27. März 2014

Orientierungslos



Um Kurz vor 8:00 Uhr stehen wir an Tee 10 (heute unser Loch 1) vom Alpine Golfplatz. Der malerisch dahin gehauchte Course zeigt seine Zähne. Ein an sich leichtes Par 4 endet für mich im Desaster, eine 9 steht auf der Score Karte. Der Platz und ich mögen uns irgendwie nicht, trotz Birdie an Loch 4, einem wasserlastigen Par 5 mit 510 m Länge.
Der ein oder andere socketierte Schlag lässt meine Stimmung nicht steigen. Vollkommen ohne Orientierung halt. Wie die Professionals diesen Platz mit über 6.600 m Länge unter Par meistern, bleibt mir ein Rätsel. Selbst Ernie Els hat hier schon mal aufgeteet, dieses Jahr findet wohl eine Neuauflage dieses Turniers auf der Asean Tour statt. Nach 3 h 40 m sind wir platt und fertig. Fast schaffen wir es pünktlich, um 12:00 Uhr auszuchecken. Im Clubhausrestaurant stärken wir uns kurz mit Clear Tofu Soup with Vegetables und kühlen Getränken. Im Proshop fragen wir mal kurz nach, wie viel eine reguläre Runde für Nicht-Hotelgäste kostet, bei einem normalen Greenfee von 4.000 Baht fällt uns leicht die Kinnlade runter. Da sind wir froh, nur 1.600 Baht bezahlt zu haben.



Über Route 1047, Highway 11 und 101 hangeln wir uns in ca. 3 Stunden nach Phrae, allerdings nicht ohne eine Zwischenstopp am ehrwürdigen Tempel Wat Lampang Luang einzulegen, ca. 20 km außerhalb von besagtem Lampang.
Annette zündet ein paar Kerzen an und hat – typisch buddhistisch – 3 Wünsche frei. Verrät sie natürlich nicht…

 




















In Phrae waren wir vorher noch nicht, das zeigt sich bei der Suche nach unserem gebuchten Hotel Huern Na Na. Wir irren umher wie die größten Anfänger, trotz ausgedruckten google maps machen wir die große Stadtrundfahrt, bis sich beim dritten Nachfragen ein junger Thai erbarmt und mit seinem Moped vor uns herfährt, so lotst er uns zum Hotel. Am nächsten Morgen stellt sich dann raus, wie simpel es eigentlich war.


Das Boutique-Hotel ist neu, kaum belegt, das Zimmer ist ok, was wollen wir mehr. Eine schöne Anlage, ob die allerdings jemals voll wird? Auf jeden Fall lohnt ein Besuch im dazugehörigen Restaurant, das Essen ist erste Thaisahne, geschmacklich und preiswert. WiFi geht auch, das ist ja in diesem Urlaub nicht selbstverständlich. So kann ich ein wenig aufholen. Zum Schluß des Tages noch ein Blick in unser Zimmer.


Mittwoch, 26. März 2014

Santiburi x 3 - und ab zum Alpine

Heute ist der erste moving day, d.h. nach unserer dritten Runde im Santiburi GC (der besten i.Ü.), fahren wir ca. 250 km weiter gen Süden ins nahe Chiang Mai gelegene Alpine Golf Resort. Hier hatten wir eigentlich unsere heutige Runde geplant, diese aber auf morgen früh verschoben, weil wir den Top-Platz des Nordens noch einmal spielen wollten. Wie gesagt, eine gute Entscheidung, ein paar Impressionen dieses Juwels anbei.



Wir essen hervorragend im Clubhaus, gegen 13:00 Uhr fahren wir los, unsere übliche Route über Highway 1, Route 118 und kleinen Nebenstraßen, zwei kurze Unterbrechungen gibt´s, einmal hinter Wiang Pa Pao im Coffeeshop für einen Espresso mit Zigarillo, kurz danach einmal Tanken und Snacks/Getränke kaufen im angrenzenden 7eleven. Sprit ist recht günstig, wir tanken E20 für ca. 36 Baht/Liter, also rund 0,80 €.



unser Toyota vorm Coffeeshop
Alpine Golf Resort, Loch 1 + 9
Gegen 16:30 Uhr sind wir im Golfhotel angelangt, Annette lässt sich nach dem Check in sofort eine einstündige Massage verpassen, man kennt sich (gleiche Masseuse wie vor 12 Monaten). Ich blogge derweil und versuche aufzuholen, was geht. Zwischendurch geniesse ich den Blick von unserem Balkon auf den Golfplatz. Danach haben wir unser Abendessen auf der Clubhaus-Terrasse bei 32° redlich verdient, Chang-Beer und leckere Thaigerichte runden den Tag ab.

Dienstag, 25. März 2014

Waterford Valley





50 Straßenkilometer nordwestlich der Stadt liegt der Dritte im Bunde der spielbaren Golfplätze. Waterford Valley liegt so weit ab vom Schuss, hier verirrt sich wochentags kaum ein Golfer. Wir spielen unsere morgendliche 18-Loch-Runde, ohne dass ein anderer Gehandicapter gleichzeitig mit uns auf dem Platz ist. Eigentlich eine Schande, für uns sehr angenehm. Ebenso wie das Greenfee von 500 Baht. Dies allerdings nur durch unsere im letzten Jahr vertraglich festgelegte und mit einem Foto für den Clubausweis besiegelte Mitgliedschaft! Besagten Ausweis findet man heute leider nicht wieder, so macht der Clubangestellte vorsorglich direkt mal ein neues Foto von uns. Wir bekommen einen provisorischen Ausweis und alles ist geregelt á la thai style. Geht doch. Der Platz ist in einem besseren Zustand als letztes Jahr, Abschläge und Grüns sind klasse, die Fairways sind 3+, die Bunker durch den starken Regen ausgespült, aber spielbar. Lecker Essen nach der Runde gibt´s auch, alles wie es sein soll.



Entlang der Route 4013 liegen Reisfelder ohne Ende, leider findet man auch hier Bauern, die ihre landwirtschaftlichen Überbleibsel verbrennen, so bekommt der Dunst neuen Nachschub und der Himmel wechselt in den nächsten Tagen seine Farbe wieder von Blau zu Blauweißgrauirgendwas. Dafür ist der Regen und die Gewitter endgültig vorbei und das Wetter pendelt sich bei den obligatorischen „keine Wolken, 35-40°“ ein.

Nachmittag und Abend bleibt heute Standard: Pool, Aye´s, Nachtmarkt (neue Billiguhr, Annettes Thaibekannte im Northern Handicraft Shop treffen) - ein Zigarillo auf der Terrasse – Genuss pur.

Montag, 24. März 2014

Glück gehabt



Heute sind wir recht spät dran, neuer Versuch im Santiburi, es gibt eine sehr entspannte Runde für 800 Baht + 250 Baht für den Caddie + 300 Baht Tip pro Nase. Einer unserer beiden Caddies hatte letztes Jahr bereits das Vergnügen, unsere Ausrüstung zu verwalten und erkennt uns wieder.

Von meinem Malheur auf der Rückfahrt zum Hotel schreibe ich hier nur ganz kurz. Gesuchte Wäscherei rechts im Blick, nach links gezogen, Mopedfahrer nicht rechtzeitig gesehen, dessen Fahrer macht einen halben Trümmelskopp, Mofa heil, Fahrer minimal lädiert, Seite von unserem Wagen hat ein paar Schrammen, 300 Baht an Mopedfahrer gezahlt, Fall gegessen. Glück gehabt.

Nach diesem Kurzschock entspannen wir auf unseren Liegen direkt am Mae Kok River, abends fahren wir ins Central Plaza Shopping Center und suchen uns den selben Japaner aus, in dem wir letztes Jahr auch hervorragend gegessen haben. Tolles Sashimi, Rindfleisch und sonstige Beilagen für kaum 20 € zu zweit. Klasse.

Sonntag, 23. März 2014

Play HAPPY, be happy



Dank des Regens vorm Vortag ist die Luft klarer geworden, allerdings auch frischer. Mehr als 18° ist es heute Morgen nicht. Ab zum Frühstücksbuffet und dann nochmals zum Santiburi GC, sonst kommen wir mit unserem Ablauf durcheinander. Aber, in den A… gekniffen, heute ist ein Turnier um 12:00 Uhr mit 180 (!) Teilnehmern, Kanonenstart, jedes Tee ist doppelt besetzt. Für 9 Loch ist uns das zu schade, wir kommen morgen wieder und weichen aus zum ca. 10 km entfernten Happy City Golf Resort.

Der Platz hat 29 Löcher, davon sind momentan allerdings 11 „under renovation“, so reicht es hier gerade für 18 Loch. Mehr brauchen wir auch nicht. Mit 600 Baht Greenfee sind wir dabei, die low season lässt grüßen. Der Platz ist fest in koreanischer Hand, wofür der Besitzer allerdings die 3 oder 4 Appartment-Klötze hat bauen lassen, weiß er wohl selbst nicht. Alles leer – no Koreans. Uns ist es recht, wir spielen eine solide gute Runde trotz Wasserhindernissen an jedem Loch. 27 Brutto für mich, allerdings eine 10 am letzten Loch - einem Par 5. Doof! Annette wie immer solide und unbeeindruckt.



Der Herr hier links fischt nicht nach Bällen, sondern nach richtigem "pla" (Thai für Fisch). Das Essen im Clubhaus ist gut und süßwasserfrei. Dort sehen wir dasselbe holländische Paar wieder, dass wir dort vor einem Jahr auch getroffen haben. Sonst gibt es allerdings weit und breit keine Europäer dort, und das ist auch nicht nötig.




Recht spät sind wir zurück im Hotel, noch ein oder zwei Stündchen an den Pool; das wird heute allerdings ein 45-minütiger Kurzbesuch, der Himmel öffnet bei knapp 30° seine Schleusen, Blitz und Donner den ganzen Nachmittag. So was nennt sich trocken-heiße Zeit. Annette nutzt die Zeit für eine Massage.

Zum Abend fahren wir ins Zentrum , Abendessen bei unserem Stamm-Pseudothai „Aye´s“, hat wie jedes Jahr die Preise verdoppelt und Bier gibt´s heute auch keins - irgendein Government-Scheiß so wie hier ein Blitzmarathon. Mann Mann Mann…

Der Nachtmarkt fällt heute aus wegen Stromausfalls auf deren Straßenseite. Dann eben später.

Samstag, 22. März 2014

Hotel The Legend - 4 Nächte Chiang Rai



Wir landen um kurz nach neun Uhr morgens im verrauchten Chiang Rai, einer Provinzhauptstadt ca. 1.000 km nördlich der Hauptstadt Bangkok. Mehr als 3 Monate ohne Regen sowie Brandrodungen der thailändischen Bauern und der Landwirte in Myanmar und Laos lassen die Sichtweite zwischen 50 und 100 Meter pendeln, schlechte Aussichten im wahrsten Sinne des Wortes. So „thicky“ war es Jahre nicht, obwohl zu dieser Jahreszeit sich die Bilder ähneln. Die Warnstufen sind um ein Vielfaches überschritten, was soll´s. Können wir auch wieder rauchen! Ein paar Zigarillos aus dem Duty Free haben wir ja dabei.

Unser Zimmer liegt oben


So, Gepäck ist vollständig, den Mietwagen bei Thai Rent a Car, einen Toyota Corolla Altis haben wir innerhalb von 5 Minuten übernommen, ab geht´s zum Hotel, wie immer das „The Legend“. Unser Wunschzimmer Nr. 425 bekommen wir auch, wir packen unsere Koffer nur halb aus, kurze Hosen an, und los geht´s zum Mae Kok Military Golf Course, nur 5 Minuten vom Hotel entfernt. Und was soll ich sagen, der Platz sieht aus wie eine scheckige Kuh, hell- und dunkelbraune Flecken auf den Fairways kontrastieren mit den wenigen grünen Sprenkeln und dem olivgrün der halb gefüllten Wasserhindernisse. War ein Versuch wert. In einer halben Stunde hangeln wir uns durch die Stadt zum einige Kilometer außerhalb gelegenen Santiburi Golfplatz, der Perle im Norden. Für schlappe 1.100 Bath = ca. 25 € Wochenend-Greenfee (Dauer-Special im März) + Caddie + Tip spielen wir unsere erste 18-Loch-Runde bei angenehmen 28° und bewölktem Dunsthimmel. So gegen 16:00 Uhr sind wir fertig incl. ein paar wenigen Regentropfen an Loch 10. Tja, als wir dann zurück Richtung Stadtzentrum fahren, merken wir, welches Glück wir mit dem Wetter hatten. Dort hat es heftig geregnet, und die Prognose für die nächsten Tage sieht nicht besser aus.
Poolbereich


Bereits nach 18:00 Uhr bin ich so was von todmüde und kann mich kaum noch auf den Beinen halten. Trotz der komfortablen Sitzgelegenheit im Flugzeug habe ich dort nicht schlafen können, so dass es mich nun übermannt. Für 12 Stunden am Stück falle ich in einen traumlosen Komaschlaf. Annette schließt sich an.

Good Morning Bangkok

Kurzer Zwischenbericht aus BKK-Suvarnabhumi: Die Thai Airways-Maschine war noch nicht einmal halbvoll, so konnten wir uns breit machen, Annette in einer Dreier-Sitzbank, ich auf einem Notausgangplatz mit Beinfreiheit bis zum Cockpit. Der Flug war äußerst pünktlich, nach exakt 10 Stunden sind wir morgens um 6.10 gelandet.
In wenigen Minuten sind wir durch die Passkontrolle und nun befinden wir uns im Domestic Airport des Suvarnabhumi Flughafens. Ich wechsle schnell Geld am Automaten, nun noch mal eine knappe Stunde warten, dann geht´s mit TG 130 weiter nach Chiang Rai. Der Aufruf kommt unvermutet früh, so dass ich diese Zeilen erst am 24.03. zu Ende schreiben kann, da es die berühmten Netzwerkprobleme in unserem ersten Hotel, dem Legend Chiang Rai, gibt. 

Jedes Jahr das selbe...
So, langsam muss ich mal aufholen. Der nächste Post folgt in Kürze.

Freitag, 21. März 2014

Der A380 steht bereit..

...und ist hoffentlich pünktlich. Auf jeden Fall stehen die Chancen gut, dass wir die nächsten 10 h 10 min recht bequem unterwegs sind, da wir wohl 3 Sitzplätze für uns allein haben, Annette hat die Check-In-Dame belabert. Auch der ganze Aufwand bzgl. Gepäck (max. 40 kg aufgeben incl. Golftaschen) hat sich als fake herausgestellt. Niemand hat irgendwas gewogen, Golftaschen sind zusätzlich zum normalen Gepäck frei - was wollen wir mehr. Unsere Bordkarte für den Weiterflug morgen früh von Bangkok nach Chiang Rai haben wir auch bereits in der Tasche. Scheint ja alles zu klappen. Vorsorglich haben wir uns im Duty Free schon mal ein paar Zigarillos (!) besorgt, man will ja in Thailand eine angenehme Zeit haben. So, wenn alles glatt läuft, sehen, hören, schreiben wir uns morgen Abend wieder, nach unserer ersten Golfrunde in Chiang Rai. CHOK DEE.

Dienstag, 25. Februar 2014

Das übliche Szenario


 http://millefiori.blogg.de/files/2012/09/und_taeglich_gruesst_d61l8.jpg
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man drüber lachen, zumindest aber ein Grinsen wie das berühmte Murmeltier aufsetzen, das ob der immer gleichen Ereignisse vor unserem Thailandurlaub täglich grüßt und uns wie Bill Murray in die Endlosschleife beamt. Immer wieder streikt das Sicherheitspersonal an den Flughäfen, letztes Jahr in Düsseldorf (das war damals unsere Wahl), dieses Jahr in Frankfurt (das ist nun unsere Wahl). Verantwortlich für diesen Zauber ist wie immer Verdi. Waren ja nur 37.000 Passagiere, die Freitag, den 21. Februar nicht fliegen konnten. Was soll´s, die paar Urlauber und Geschäftsreisenden... - pah! Und dann die Thais: korrupt ROT gegen korrupt GELB (mit einem Wahnsinnigen als Anführer), man wird nun ab und an militant und schmeißt die ein oder andere Granate in Bangkok, auch gerne mal mitten im Zentrum in nächster Nähe der Hotels und Einkaufszentren. Verlässlichkeit in dieser Hinsicht ist eine der Stärken dieser ach so gleichmütigen und ewig lächelnden Gastgeber. Oder sollte das Lächeln allmählich etwas Fratzenhaftes bekommen, wenn immer weniger Touristen kommen. Mein Vorschlag: macht weiter so, nur wechselt von Bomben und Granaten zu Fäusten und Fußtritten, so wie beim Thaiboxen vorbildlich zelebriert - steht euch besser. Wie schon erwähnt, je mehr Unruhe im Land, desto mehr Ruhe für uns. Ein ungerechtes und selbstverliebtes Motto, aber dennoch nachvollziehbar. Alle Hotels sind gebucht und bezahlt, genauso wie der Mietwagen und der Flug mit der THAI im A380. Sitzplätze sind reserviert, Parkplatz in FRA vorgebucht. Die Golfplätze haben noch Zeit, außer in Chiang Mai (aus Preisgründen) brauchen wir eh nix reservieren.

Ende Gelände - Fazit Teil II der Rundreise

Was soll ich schreiben? Ja, auch der zweite Teil von Januar bis März war sehr erlebnisreich, hatte ein paar Highlights (wir haben viel Neues...